Einstieg
Vorwort
Ihr lieben nestwärmer:innen,
viele von euch haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder gewünscht, noch mehr zu verstehen, wie nestwärme eigentlich als Ganzes funktioniert. Wie all die unterschiedlichen Bereiche zusammengehören. Was es braucht, damit wir unsere Arbeit für die Familien jeden Tag möglich machen können. Und eben auch: Wie finanzieren wir das eigentlich alles?
Dieser Wunsch hat uns sehr gefreut. ❤️
Je mehr wir von nestwärme verstehen, desto deutlicher wird auch, wie sehr alles miteinander verbunden ist.
Das, was wir heute gemeinsam für Familien möglich machen können, ist über viele Jahre gewachsen: Pflege und Begleitung zuhause, unsere Kinder- und Jugendhilfe, die inklusive Kita, das Ehrenamt, die Akademie, Begegnung und Entlastung – und nun auch unser Kinder- und Jugendhospiz Das Nest.
Hinter all dem stehen Menschen. Menschen, die diese Arbeit jeden Tag tun. Und Menschen, die sie mit möglich machen.
nestwärme wird von einer großen Gemeinschaft getragen.
Von Menschen, die spenden. Von Unternehmen und Stiftungen, die uns begleiten. Von Ehrenamtlichen, die Zeit schenken. Von Partnern, die Türen öffnen. Von Menschen, die Aktionen für uns organisieren, von uns erzählen, Kontakte herstellen oder uns schon seit vielen Jahren die Treue halten.
Diese Gemeinschaft ist für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert.
Vieles von dem, was wir für Familien tun und für wichtig und richtig halten, wird nicht oder nicht vollständig refinanziert. Deshalb gehört es seit der Gründung von nestwärme zu unserer Wirklichkeit, Menschen für unsere Arbeit zu gewinnen, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Unterstützung zu finden und sichtbar zu bleiben.
So ist über all die Jahre unsere große nestwärme Gemeinschaft gewachsen: Menschen, die unsere Idee verstehen, sie mittragen und mit ihren ganz unterschiedlichen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir für Familien da sein können. Diese Gemeinschaft gehört zu nestwärme. Sie ist ein wesentlicher Teil dessen, was uns bis heute trägt.
Darum ist es uns wichtig, dass wir als nestwärmer:innen diese Zusammenhänge kennen und verstehen – ganz unabhängig davon, an welcher Stelle wir bei nestwärme arbeiten.
Wir alle begegnen Menschen, die nestwärme mittragen.
Vielleicht bei einer Veranstaltung. Beim Einkaufen. Im Gespräch mit Freunden. Bei einer Führung. In der Kita. Im Hospiz. Oder irgendwo mitten im Alltag.
Wie schön ist es, wenn wir dann wirklich wissen, was diese Unterstützung für uns bedeutet. Wenn wir erzählen können, was dadurch möglich wird. Wenn wir Fragen beantworten können. Und wenn wir einem Menschen nicht einfach nur Danke sagen, sondern ihm auch vermitteln können:
Wir sehen, dass du uns mitträgst. Und wir wissen, was dein Beitrag für unsere Familien bedeutet.
Deshalb wünschen wir uns, dass ihr dieses Büchlein wirklich lest. Dass ihr ein bisschen tiefer eintaucht und versteht, wie unsere Finanzierung funktioniert, warum Sichtbarkeit für uns so wichtig ist, warum wir Beziehungen brauchen und warum längst nicht alles, was Familien brauchen, durch Kostenträger finanziert wird.
Vor allem wünschen wir uns, dass wir verständlich machen können, wie viel Gemeinschaft es braucht, damit nestwärme möglich ist.
Dabei geht es nicht darum, dass wir die gleichen Sätze sagen, sondern es ist toll, wenn jede und jeder die eigenen Worte dafür findet – aus dem gleichen Verständnis heraus und mit den eigenen Erfahrungen.
Wenn wir selbst verstehen, was nestwärme trägt, können wir auch anderen davon erzählen. Wir können Fragen beantworten, Zusammenhänge erklären, Menschen mitnehmen und vielleicht manchmal auch jemanden dafür begeistern, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.
Genau dabei soll dieses Büchlein helfen.
Es soll Wissen geben, Sicherheit schenken und Zusammenhänge sichtbar machen. Und vielleicht lässt es uns selbst noch einmal neu sehen, wie viele Menschen gemeinsam mit uns dafür sorgen, dass nestwärme heute das sein kann, was es ist.
Denn nestwärme tragen wir nicht allein.
Wir tragen unseren Teil. Und viele Menschen in unserer Gesellschaft tragen ihren Teil dazu bei – mit ihrer Zeit, ihrem Vertrauen, ihren Möglichkeiten, ihren Kontakten, ihren Ideen und ihrer finanziellen Unterstützung.
Vielleicht ist das am Ende auch der wichtigste Gedanke, den wir aus diesem Büchlein mitnehmen können:
Je besser wir selbst verstehen, was es dafür braucht, desto besser können wir davon erzählen, Menschen mitnehmen und ihre Unterstützung wertschätzen.
Darin liegt die Kraft unserer Gemeinschaft. ❤️
Elisabeth und Petra